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Wie man dem Duschwasser Wärme klaut?
Duschen gehört zu einem Hallenbadbesuch einfach dazu. Das kennst du bestimmt. Das Wasser ist angenehm warm. Doch sobald es in den Abfluss läuft, verschwindet die Wärme wieder. Damit keine Energie verloren geht, gibt es eine clevere Maschine, die einen Teil dieser Wärme stiehlt und wie der nutzbar macht. Das nennt man Wärmerückgewinnung aus Duschwasser.
So funktioniert es im Hirschbachbad: Das Duschwasser ist noch ziemlich warm, wenn es in der Abflussrinne verschwindet – zwischen 30 und 36 °C. Diese Wärme kann genutzt werden, bevor das Wasser in die Kanalisation läuft.
Ein Wärmetauscher übernimmt den „Wärmeklau“
Im neuen Hirschbachbad wurden Wärmetauscher installiert. Das sind spezielle Metallrohre, meist aus Kupfer, die Wärme besonders gut leiten. Das warme Duschwasser läuft durchs Abflussrohr. Das Kaltwasser wiederum, das später aus der Dusche oder für andere Warmwasseranlagen gebraucht wird, fließt in einem zweiten Rohr ganz nah daneben. Die Wärme wandert durch das Metall vom warmen Abwasser zum kalten Frischwasser. Das Wasser mischt sich nicht. Eine doppelte, extra sichere Rohrwand verhindert das.
Kaltes Wasser kommt warm bei der Dusche an
Das kalte Frischwasser (z. B. 10 °C) wird durch die Wärme aus dem Abfluss auf bis zu 25 °C vorgewärmt. So muss die Heizanlage im Bad weniger Wasser erhitzen. Das spart richtig viel Energie. Im Hirschbachbad können so bei den Duschanlagen bis zu 30 % der Energie gespart werden. Und weil in Hallenbädern sehr viele Menschen duschen – oft nacheinander – fließt auch viel warmes Abwasser. Das macht Wärmerückgewinnung besonders sinnvoll: Mit einer Wärmerückgewinnung aus Duschwasser können Heizkosten gespart und die Umwelt geschont werden. Das ist doch mal ein sinnvoller „Diebstahl”.